Löwenzahn – SUPERFOOD statt Unkraut!

Löwenzahnfeld_Ayurvedakitchen

Die Wiesen und Felder sind im Moment übersät von einem satten wunderschönen goldgelb. Egal wo man hinsieht, überall erblüht der Löwenzahn, fast so als würde er förmlich nach unserer Aufmerksamkeit schreien. Löwenzahn enthält viele Bitterstoffe, Vitamine (B, C, E) und Mineralstoffe (Kalzium, Eisen, Magnesium) und ist deshalb perfekt für uns geeignet unseren Körper über die Leber und Niere zu entgiften. Alle Pflanzen besitzen eine Intelligenz und wachsen genau dann und dort wo wir sie am nötigsten brauchen. Deshalb wächst Löwenzahn auch unaufhaltsam in Städten zwischen Pflastersteinen, durchbricht Teerdecken und am Straßenrand, denn er hilft unserem Körper sich von Giftstoffen zu befreien. Also von wegen Unkraut! Löwenzahn wächst um uns zu helfen! Löwenzahn ist kostenloses SUPERFOOD vor unseren Füßen!

Neben der Detox-Wirkung hilft Löwenzahn noch bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen. Er hat eine harntreibende und abführende Wirkung und kann damit Verstopfung lindern. Er wird auf Grund seiner blutreinigenden Wirkung bei Rheuma und Gicht als Frühjahrskur empfohlen. Er regt den Stoffwechsel an und unterstützt dadurch das Abnehmen. Außerdem soll er eine anti-tumoröse Wirkung auf Brustkrebs haben.

Löwenzahn

Der Löwenzahn hat seinen Namen von der Form seiner Blätter, die an die Zähne eines Löwen erinnern.

Mehr Bitter Bitte

Der bittere Geschmack ist im Ayurveda einer der 6 Geschmacksrichtungen, der bei keiner Mahlzeit fehlen sollte. Bitter ist nicht jedermanns Sache und deshalb nehmen wir leider mittlerweile sehr wenig Bitteres zu uns. Meist ist es nur der Espresso nach dem Essen, der uns mit den nötigen Bitterstoffen versorgt. Essen wir zu wenig Bitteres, kann das auch die Ursache für Heißhunger auf etwas Süßes sein. Löwenzahn ist eine tolle und einfache Möglichkeit mehr Bitteres in unsere Ernährung zu integrieren. Der bittere Geschmack hat durch seine leichte und trockene Eigenschaften eine reinigende und belebende Wirkung auf dem Körper. Essen wir etwas Bitteres vertreibt dies Schwere und Frühjahrsmüdigkeit. Die auskratzende Wirkung (Lekhana) von Bitterstoffen leitet Giftstoffe, sog. Ama im Ayurveda, aus dem Körper. Dabei auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, damit die Giftstoffe auch wirklich über den Urin ausgeschwemmt werden können. Durch den bitteren Geschmack ist der Löwenzahn Pitta und Kapha senkend, erhöht allerdings Vata.

 

Löwenzahn-Lieblingsrezepte*Löwenzahnbrot_Ayurvedakitchen

Die Löwenzahnblätter einfach sammeln, waschen, trocken tupfen, kleinschneiden und

  • aufs Brot: z. B. in Kombination mit Butter, Käse oder Honig
  • in Smoothies oder
  • im Salat untermischen: z. B. zusammen mit Feldsalat und einem Honig-Senf-Dressing).
  • zu Brotaufstriche verarbeiten

Tipp: Mit Honig und Salz kann der bittere Geschmack gut ausbalanciert werden, falls es jemand zu bitter schmeckt.

Man kann die Löwenzahnblätter auch jetzt im Frühling und Sommer sammeln und komplett trocknen lassen (nicht über 40 Grad, um keine Inhaltsstoffe zu zerstören), im Mixer zu Pulver mahlen und in Gläser für die Wintermonate aufbewahren, wenn es wenig frisches Grün gibt. Dieses Pulver kann man dann auch in Smoothies (1 EL) geben, in Salat-Dressings mixen, für Brotaufstriche verwenden, etc.


Löwenzahn-MarmeladeLöwenzahn marmelade Ayurvedakitchen

Zutaten:

3 Handvoll Löwenzahnblütenblätter

1 Zitrone

1,2 Liter Wasser

1 Päckchen Gelierzucker 1:3

Zubereitung:Löwenzahnblüten_Ayurvedakitchen

  1. Löwenzahnblüten sammeln, die gelben Blütenblätter von den grünen Kelchblätter und Körbchen abzupfen. Ich habe die
    Erfahrung gemacht, dass es mit etwas angetrockneten Blüten (ca. 2-3 Std.) etwas leichter geht, als mit ganz frisch gesammelten Blüten.
  2. Die gelben Blütenblätter mit dem Wasser übergießen und den Saft der Zitrone mit dazu geben. Das Ganze aufkochen lassen und ca. 10 Min. köcheln lassen.
  3. Über Nacht abgedeckt stehen lassen, zum Besseren durchziehen.
  4. Am nächsten Tag die Masse mit einem Pürierstab zerkleinern, den Gelierzucker dazu geben, nach Anleitung, 4 Min. aufkochen und in saubere Marmeladegläser abfüllen.

Download Löwenzahnmarmelade


Gebratene Löwenzahn-KnospenGebratene Knospen_Ayurvedakitchen

Zutaten:

Löwenzahnknospen

Olivenöl

Steinsalz

Zubereitung:

  1. Löwenzahnknospen vor der ersten Blüte sammeln.Löwenzahnknospen_Ayurvedakitchen
  2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Knospen dazugeben und scharf anbraten, bis sie eine dunkle Farbe angenommen haben, dabei immer wenden.
  3. Mit Salz abschmecken
  4. Lauwarm oder kalt servieren. Schmecken zum Salat, auf einem Butterbrot, etc.

Download gebratene Löwenzahn-Knospen


Veganer Honig aus LöwenzahnLöwenzahnhonig_Ayurvedakitchen

Zutaten:

3 Handvoll Löwenzahn-Blüten

1 Liter Wasser

1 kg Vollrohrzucker

1 Zitrone

Zubereitung:Löwenzahnsammeln_Ayurvedakitchen

  1. Die gesammelten Löwenzahnblüten in einen Topf geben, mit 1 Liter Wasser bedecken und für 2 Stunden stehen lassen.
  2. Die eingeweichten Löwenzahnblüten kurz zum Kochen bringen, wieder abkühlen lassen und über Nacht durchziehen lassen.
  3. Am nächsten Tag filtern und den Sud mit 1 kg Zucker sowie dem Saft einer Zitrone unter Rühren kurz zum Kochen bringen, anschliessend auf kleiner Flamme einkochen lassen bis die Flüssigkeit Fäden zieht. Das kann durchaus etwas dauern. Um die Konsistenz zu überprüfen, kannst du eine kleine Menge auf einem kalten Teller auskühlen lassen. Der Löwenzahnhonig sollte so werden wie flüssiger Honig.
  4. Fertigen noch heißen Honig in Marmeladengläser füllen und gut verschießen.

Der Löwenzahn-Honig kann genau wie echter Bienenhonig zum Süßen verwendet werden, z. B. im Frühstücksbrei, für Tees, oder als Brotaufstrich, etc.

Download Löwenzahnhonig


Hast du keine Möglichkeit frischen Löwenzahn zu sammeln, kannst du mit dem Frischpresssaft des Löwenzahns eine 4-6 Wochen Kur* (1 EL 3xtäglich nach den Mahlzeiten) machen, die vor allem im Frühjahr und Herbst empfohlen wird. Hier kannst du den Löwenzahnfrischpresssaft kaufen.

 

*Löwenzahn ist nicht geeignet bei einem Verschluss der Gallenwege, bei Darmverschluss, eitriger Gallenblase und Allergien gegen Korbblütler.

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