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10 Tipps für deinen Yoga-Platz zu Hause*

1. Eine eigene Yogamatte

Um Yoga zu Hause üben zu können, brauchst du als erstes eine eigene Yogamatte. Das kann zum Start eine einfache und billige Yogamatte für 19,99€ sein, die es oft im Angebot bei Tchibo oder Aldi gibt. Langfristig lohnt es sich aber mehr Geld zu investieren und sich eine qualitativ hochwertigere und langlebigere Matte zu kaufen. Das Angebot an Yogamatten ist riesig. Meine persönlichen Lieblinge sind Manduka und Lululemon. Gerne berate ich dich. Ich habe auch immer Yogamatten in meinem Yogastudio zum Ausprobieren und Kaufen da.

2. Keep it simple!

Halte es einfach. Die folgenden Tipps sind Anregungen und als Inspiration gedacht. Das wichtigste ist bei allen Drumherum immer, dass du auf deine Matte steigst und Yoga übst.

3. Finde den passenden Ort 

Außer deiner Matte und einen freien Platz von ca. 2,50 m Länge und 2 m Breite braucht es eigentlich nichts weiter, um Yoga zu praktizieren. Aber wir wissen alle, dass der innere Schweinehund sehr groß sein kann. Ein immer gleicher Ort, kann dir helfen, an Tagen mit geringer Motivation, ohne großen Aufwand und Trara, auf deine Matte zu steigen. Erstens sparst du dir das Überlegen wo du üben sollst und das Vorbereiten eines geeigneten Ortes. Zweitens lädst du mit jedem Üben deinen Yogaplatz mit positiver Energie auf, was es dir erleichtert Yoga zu üben.

Also nimm dir die Zeit, gehe durch deine Wohnung oder Haus auf der Suche nach einen Ort, an dem du dich intuitiv wohl fühlst. Es geht nicht darum, wie der Raum beschaffen ist, sondern wie du dich fühlst. Am Besten sind Orte geeignet, die von Haus aus schon Ruhe ausstrahlen, wie z. B. dein Schlafzimmer, ein Gästezimmer oder vielleicht hast du sogar den Luxus eines leer stehenden Zimmers. In Räume, in denen viel Aktivität statt findet, wie z. B. Küche oder viel Streß, wie z. B. im Arbeitszimmer wird es dir schwer fallen, ruhig zu werden und dich auf Yoga einzulassen. Also es sollte nicht nur ein Raum sein, an dem du dich wohl fühlst, sondern auch ein Ort, der Ruhe ausstrahlt. Hilfreich ist auch, wenn du an deinem Ort alles so stehen lassen kannst und nicht immer alles auf- und wieder abbauen musst.

Schau dich etwas um, wo ist ein Ort, der dich einlädt dort zu üben? Wo fällt das Licht besonders schön hin? Wo gibt es ein Fenster mit schönen Ausblick? Vielleicht sogar in die Natur? 

4. Für Ordnung sorgen

Hast du deinen Platz gefunden, ist der nächste Schritt für Ordnung zu sorgen und aufzuräumen. Dein Yogaplatz sollte dich nicht in deiner Bewegungsfreiheit einschränken. Du solltest darauf achten, dass wenn du auf der Matte stehst, zu beiden Seiten ca. 1m Platz hast, so dass du wenn du deinen Sonnengruß machst, nicht irgendwelche Gegenstände umwirfst oder irgendwo anstößt. Halte das Verletzungsrisiko durch herumstehende Gegenstände oder Möbel gering.

Räume auch die weitere Umgebung auf und gestalte sie so reizarm wie möglich. Lege den Fokus auf Klarheit, räume alles, was irritiert und ablenkt, aus dem Weg. Verbanne alle unerledigten Dinge aus deinem Blickfeld. Sei es der volle Schreibtisch, der Berg mit Bügelwäsche, der Stapel ungelesener Bücher, die Briefe vom Finanzamt, etc. Wenn zu viele Dinge herumstehen, macht uns das unruhig und lenkt uns ab. Ein möglichst aufgeräumtes und klares Umfeld wird dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und ganz auf der Matte und bei dir zu sein und vor allem zu bleiben!

5. Ort der Ruhe und Kraft schaffen

Wir reagieren unterbewusst auf die subtilsten Schwingungen und nehmen automatisch die Energie eines Ortes in uns auf. Auch wenn es uns oft gar nicht so bewusst ist. Deine Yoga-Ecke sollte dich dabei unterstützen, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken. Folgende Tipps helfen dir dabei einen Kraftort für dich zu schaffen:

  • Räuchern: mit Räucherstäbchen oder mit Weißer Salbei (ist wie ein Neustart und vertreibt sämtliche Energien) oder Palo Santo (vertreibt nur die negativen Energien)
  • Licht ist ein Schlüsselfaktor für die Atmosphäre eines Raums! Ist kein Fenster in der Nähe, oder übst du vor allem Abends, kannst du einfach eine schöne Lampe mit warmem Licht aufstellen oder eine Lichterketten aufhängen, 
  • Falls du kein Yoga-Zimmer hast, versuche deine Yoga-Ecke mit einem Vorhang, einem Raumteiler oder einer Trennwand vom Rest der Wohnung abgrenzen.
  • Um unschöne Stellen oder elektrische Geräte zu verdecken, häng’ einen Vorhang, ein schönes Tuch oder einen Wandteppich auf.
  • Wenn nötig, streich die Wände neu in gedeckten, natürlichen Farben – das harmonisiert und erdet.
  • Hänge ein schönes inspirierendes Bild auf, das dich entspannt
  • Wähle eine minimalistische Dekoration, die dich unterstütz und nicht ablenkt, wie z. B. eine Statue, ein OM-Zeichen oder ein Gegenstand, der dir etwas bedeutet. Aber bevorzuge natürliche Materialien wie Holz, Pflanzen Steine, Muscheln, Kristalle etc. 
  • Falls möglich, richte deinen Yogaplatz bzw. deine Yogamatte in Richtung Osten oder Norden aus. 

6. Wähle deine Motivation

Oft hilf es sich zu überlegen, wieso man eigentlich etwas macht, um sich immer wieder selber zu motivieren. Vielleicht magst du dir überlegen, wieso du eigentlich Yoga übst? 

Schreib deine Motivation auf einen Zettel, den du immer wieder hervorholen kannst oder häng in dir sogar in deiner Yoga-Ecke auf. Deine Motivation kann sein, keine Rückenschmerzen mehr zu haben, dich zu entspannen und Streß loszulassen, als Ausgleich zum Büro, deinen Körper zu spüren, etc…

Es kann sein, dass sich deine Motivation auch von Zeit zu Zeit ändert, in dem Maße, wie sich auch deine Yogapraxis verändert. Vielleicht waren es Anfangs die Rückenschmerzen, die mittlerweile aber weg sind und jetzt möchtest du dich einfach nur gut fühlen. 

7. Vor Ablenkung schützen

Bevor du beginnst Yoga zu praktizieren, schütze dich selbst vor ungewollten Ablenkungen. Schalte auf jeden Fall dein Handy auf Flugmodus oder auf lautlos. Informiere deine Familienmitglieder oder Mitbewohner, dass du jetzt Yoga übst und nicht gestört werden möchtest. 

8. Weniger ist mehr

Fange in kleinen Schritten an, du musst zu Hause nicht gleich deine volle Praxis machen. Fange erstmal mit 5 Sonnengrüßen A an und steigere dich langsam. Generell gilt die Regel: es ist besser jeden Tag ein kleines bisschen zu machen (z. B. 5 Minuten) als nur 1x die Woche ganz viel (z. B. 60 Minuten). Mach zu Beginn deine Praxis so klein, dass es schon fast lächerlich ist, zu sagen, dafür hab ich keine Zeit. 5 Minuten Zeit für 5 Sonnengrüße sind immer. Und bleib erstmal für einige Zeit bei diesem kleinen Pensum und steigere dich langsam von da. Der nächste Schritt wäre einen Sonnengruß B dazu zunehmen, dann 3 Sonnengrüße B, als nächstes ein paar der Stehpositionen, usw.

9. Tipps bei mangelnder Motivation

Es wird immer Tage geben, an denen dir jegliche Motivation fehlt, auf deine Matte zu steigen. Folgende Tipps könnten dir helfen bzw. haben sich bei mir bewährt: 

  • Ruf dir immer wieder deine Motivation ins Gedächtnis, wieso du Yoga machst. Schau auf deinen Motivationszettel.
  • Übe mit Musik: Ich habe eine Spotify-Playlist zusammengestellt: der Link dazu folgt in Kürze
  • Roll trotzdem die Matte aus und beginne mit 5 Sonnengrüßen, schau was passiert, in 95% der Fälle macht man weiter, weil man das Gefühl hat, nach den 5 Sonnengrüßen noch nicht aufhören zu wollen und das noch etwas mehr geht oder sogar gut ist
  • Zieh deine Lieblings-Yogaleggings an, in denen du dich toll fühlst
  • tbc

10. Sei neugierig

Lass dich auf das Üben zu Hause ein und sei neugierig. Es kann sogar ganz spannend sein, zu Hause, alleine zu Üben. Weil du dich selber dabei immer besser kennen- und verstehen lernst. Und dabei geht es ja im Yoga. Seinem eigenem Selbst näher zu kommen. Beim zu Hause üben, wirst du nicht abgelenkt von den anderen Yoga-Übenden oder vom Lehrer. Was passiert dann mit dir, wenn du ganz allein übst? Beobachte dich, deine Gedanken und dein Verhalten! Wie gehst du mit dir selber um, wenn du alleine übst? Kannst du Verantwortung für dich selber übernehmen? Übst du voller Mitgefühl mit dir selber? Bist es du dir selber Wert, 60 Minuten deiner Zeit zu opfern um zu Üben und dir etwas Gutes zu tun?

Yoga zu Üben kann etwas sehr Privates sein. Zu Hause hast du die Möglichkeit das voll und ganz zuzulassen, auszukosten und zu genießen. Sei neugierig auf das, was sich beim Üben zeigt!

* Die Tipps setzen voraus, dass du eine bestehende Yogapractice hast und in regelmäßigen Abständen zu einem qualifizierten Lehrer zum Üben gehst.

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